Marika Lagercrantz moderierte das deutsch-schwedische Seminar zum Kinder- und Jugendtheater  Foto: Angelica Ruckstuhl Iverstam/Schwedische Botschaft

Marika Lagercrantz moderierte das deutsch-schwedische Seminar zum Kinder- und Jugendtheater Foto: Angelica Ruckstuhl Iverstam/Schwedische Botschaft
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Marika Lagercrantz – als Botschaftsrätin für Kultur engagiert sich die Schauspielerin für schwedisch-deutsche Begegnungen

Seit fast drei Jahren haben wir nun die Freude, die Schauspielerin Marika Lagercrantz als Botschaftsrätin für kulturelle Fragen an der Schwedischen Botschaft in Berlin zu haben. Es ist gewiss nicht immer der Fall, dass die Botschaftsrätin oder der Botschaftsrat selbst Künstler/in ist, aber ganz ungewöhnlich ist es auch nicht. Meine Freunde im Stockholmer Stadtteil Vasastan haben mich um meine Arbeit mit Marika beneidet. Alle haben sie sie auf der Bühne oder auf der Leinwand erlebt, nicht zuletzt in Bo Widerbergs Film „Schön ist die Jugendzeit“, der bei der Berlinale 1996 einen silbernen Bären gewann.

Besonders wichtig war es mir, ihr Wissen und ihre Kontakte für die Arbeit der Botschaft zu nutzen. Dies taten wir letzte Woche. Marika Lagercrantz hatte ein Kinder- und Jugendtheaterseminar mit einigen der besten schwedischen Theater in diesem Bereich organisiert: Backa teater, Unga Klara, Regionteater Väst und Stadsteatern Skärholmen. Fünf deutsche Theater, vier aus Berlin und eines aus Stuttgart, nahmen ebenfalls am Seminar teil.

Am ersten Tag des Seminars veranstaltete ich ein Abendessen für die Teilnehmer. Die Professoren Anne Wihstutz und Lars Trägårdh hielten inspirierende – und provozierende – Reden über Kinder in Deutschland und Kinder in Schweden. Am wichtigsten war das Gefühl, dass die schwedische Residenz in Dahlem zu einem Platz für zahlreiche schwedisch-deutsche Begegnungen wurde, die Früchte tragen werden. Genau diese Begegnungen zwischen Schweden und Deutschland machen ja den Kern der Botschaftsarbeit aus.

An meinem Tisch sprach der künstlerische Leiter des Göteborger Backa Teater, Mattias Andersson, mit Anne Wihstutz und mir darüber, wie man einen alten Klassiker (Dostojewskis „Schuld und Sühne”) anwenden kann, um große Fragen über Gerechtigkeit und Schuld und Menschenwürde auf der Bühne so zu stellen, dass sich junge Leute heute davon angesprochen fühlen.

Leider verlässt Marika im Herbst die Botschaft. Schön, dass wir dieses Kinder- und Jugendtheaterseminar noch in ihrer Amtszeit durchführen konnten.


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