Hilma af Klimt: Die zehn Größten, Nr. 3, Das Jünglingsalter, Gruppe IV    © Stiftelsen Hilma af Klints Verk, Foto: Moderna Museet / Albin Dahlström

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Besondere Momente – Schwedische Kultur in Deutschland

Letzte Woche war es mir wichtig, etwas über die schwedische Haltung zu den EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei zu schreiben. Deshalb komme ich erst jetzt dazu, von der Fülle an schwedischen Kulturveranstaltungen vor fast zwei Wochen zu berichten. Im Hamburger Bahnhof, dem wichtigsten Museum für Gegenwartskunst in Berlin, wurde eine große Ausstellung mit Werken der unbekannten schwedischen Künstlerin Hilma af Klint eröffnet, die zu den Vorreitern der abstrakten zeitgenössischen Kunst zählte.

Hilma af Klint musste viele Hindernisse überwinden. Sie war Frau in einer Zeit, in der Frauen immer noch im Schatten der Männer standen. Außerdem interessierte sie sich sehr für Okkultismus, Theosophie und Anthroposophie – und schon allein das ist suspekt in einer so rationalen Gesellschaft wie der schwedischen. Bis Anfang Oktober sind ihre spannenden Werke im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Am gleichen Wochenende durfte ich auch zwei sehr bekannte schwedische Künstler erleben. Der Jazzmusiker Nils Landgren hatte zahlreiche – hauptsächlich skandinavische – Jazzkollegen zu einem Konzert zu Ehren von Esbjörn Svensson versammelt, der bis zu seinem tragischen Tod bei einem Tauchunfall 2008 einer der bekanntesten schwedischen Musiker in der internationalen Jazzscene war. Das Gedenkkonzert fand im Wolfsburger Schloss statt.

Am Abend zuvor gab Anne Sofie von Otter in Potsdam ein Konzert bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci mit diesjährigem Schwerpunkt Skandinavien. Es war schön, sie wiederzusehen, gut ein halbes Jahr nach ihrem Auftritt bei einer Veranstaltung der Botschaft zu Ehren von Raoul Wallenberg im Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße in Berlin. In Potsdam sang sie eine Woche vor Mittsommer vor allem nordische Romanzen. Doch nach zahlreichen Zugaben verabschiedete sie sich mit „Gute Nacht, Freunde“ von Reinhard Mey. Das kann dabei herauskommen, wenn eine Opernsängerin das Genre wechselt.


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